Was kann man mit Sprachen studieren?


Und was davon macht eigentlich Sinn?

 

Genau das hab ich mich vor ein paar Jahren auch gefragt und will euch hier mit den Erfahrungen, die ich die letzten Jahren sammeln konnte, weiterhelfen.

 

Mittlerweile gibt es so viele Studiengänge mit Sprachen, dass die Entscheidung wirklich schwer fällt.

 

Noch größer ist wohl aber das Problem, was man mit diesen ganzen Studiengängen später dann wirklich anfangen kann und wie sehr das deine Entscheidung zum Studium beeinflusst.

 

Ich zeige dir in diesem Artikel einige Möglichkeiten,

  • was du mit Sprachen so alles studieren kannst
  • wie du während deinem allgemeinen Studium dein persönliches professionelles Profil ausbauen kannst
  • welche Kombinationsmöglichkeiten es gibt (und wie die Fremdsprachenanteile dabei sind!) [Teil 2]

Damit du genau weißt worauf du dich einlässt, wenn du ein Studium beginnst!

 

 


Die Leidenschaft für sprachen leben oder lieber auf nummer sicher gehen?

 

Viele von euch wollen "etwas mit Sprachen" studieren.

 

Ein Großteil davon weiß nicht genau was, oder hat Angst danach ohne wirklich spezifische Qualifikation, oder noch dramatischer, gleich arbeitslos darzustehen und das ganze Studium war umsonst!

 

Viele entscheiden sich deshalb im Endeffekt für ein “sicheres Studium”, wie z.B. Lehramt für die gewünschten Sprachen oder direkt für einen komplett anderen Beruf.

 

Andere studieren International Business, weil sie auf diese Weise etwas mit Sprachen machen können, aber auch Bwl dabei haben, was erstmal viel sicherer scheint (und der ständigen Fragerei von Freunden und Eltern nach der beruflichen Zukunft erstmal ein Ende setzt).

 

Aaaber… wenn dich z.B. Mathe und Betriebswirtschaftslehre nicht interessieren, dann fang kein International Business an, nur um etwas sichereres zu haben als “nur Sprachen”.

Du wirst es spätestens nach einem Semester bitter bereuen, denn z.B. IBS (International Business Studies) hat keinen so großen Sprachanteil, wie du vermutlich denkst.

[Mehr dazu im Detailüberblick in Teil 2 dieses Artikel.]

 

 

Du solltest dir genau überlegen, welchen Stellenwert Sprachen für dich haben und ob ein Beruf mit Sprachen oder ein Fremdsprachenberuf das richtige für dich ist.

 

Wenn du nicht weißt, was der Unterschied ist, lies dir am besten kurz den Artikel zu Berufe mit Sprachen vs. Fremdsprachenberufe durch.

 

 

Hab Mut zur Ungewissheit! Du wirst es nicht bereuen!

 

Ungewissheit ist in unserer Gesellschaft längst nichts ungewöhnliches mehr. Wir wechseln unseren Wohnort, unsere Universität, unser Studium, unseren Beruf, unsere Partner. Man weiß nie mit Sicherheit was morgen kommt und das macht es irgendwie doch auch umso spannender!

 

Wenn Sprachen also deine Leidenschaft sind, in die du dich ganz und gar vertiefen kannst, dann fang ein Sprachstudium an, auch wenn du jetzt gerade noch nicht 100% weißt, was sich daraus ergibt.

 

Das ganze ist ein Prozess und erst durch viele Erfahrungen, Praktika und mit der Zeit kannst du erkennen, was genau dir liegt.

 

 

 

Wer etwas studiert, was ihm Spaß macht, erhöht seine Chancen ungemein auch in diesem Feld Arbeit zu finden!

 

Du wirst immer gut sein und dich mit Spaß weiterbilden, wenn du dich für eine Richtung entscheidest, die dich einfach motiviert!

 

Man kann sich in vielen Bereichen auch später noch Zusatzkenntnisse aneignen, Weiterbildungen machen und sich damit von der Masse abheben oder auf etwas ganz bestimmtes spezialisieren.

 

Es gibt unzählige Möglichkeiten dein allgemeines Sprachstudium durch dein ganz eigenes professionelles Profil zu spezialisieren.

 

Vor allem wenn du erstmal an einer Uni bist, wirst du sehen wie viele Möglichkeiten sich dir dort bieten.

 

 

Kreiere dein eigenes professionelles Profil

 

Du kannst freiwillig Vorlesungen besuchen, um in andere Fachbereiche zu schnuppern.

 

Du hast oft einen “freien Bereich” in deinem Studium, den du mit Kursen belegen kannst, die dich interessieren. Dadurch kannst du dir wieder Fähigkeiten aneignen, die dich später bei Bewerbungen gegenüber anderen Kandidaten hervorheben.

 

Ebenso gibt es Weiterbildungsangebote zu Programmen wie Excel, Photoshop oder zu Zeitmanagement und es gibt Sprachkurse für wenig Geld oder sogar umsonst… je nach Größer der Uni ist das Angebot natürlich größer oder kleiner.

 

 

Nutze Pflicht- und freiwillige Praktika

 

Du solltest die Pflichtpraktika ernst nehmen oder dir sogar noch weitere freiwillige Praktika suchen, wenn du einen Einblick in andere Bereiche haben willst.

Kalkuliere dabei genug Vorlaufzeit, denn gerade beliebte Praktikumsplätze musst du weit im vorhinein anfragen.

 

Auf diese Weise kannst du in den richtigen Berufsalltags deines “Traumberufs” eintauchen und dir ganz konkret ein Bild davon machen, welche positiven und welche negativen Seiten dieser Beruf hat.

Denn "den Traumberuf", der jeden Tag und in jeder Situation toll ist, ohne jegliche negative Seiten - gibt es (glaube ich) noch nicht.

 

Außerdem kann es sein, dass sich durch diesen Kontakt mit einer Firma später mal ein Aushilfsjob oder sogar eine erste richtige Arbeit ergibt.

 

Genau wie in allen anderen Bereichen heutzutage helfen dir Kontakte immer weiter an Jobs zu kommen, die gar nicht erst für die Öffentlichkeit ausgeschrieben werden.

 

Das ist Schade, weil nicht mehr die Fähigkeiten der Kandidaten an sich betrachtet werden, aber so ist es im Moment nun mal… wenn du einen guten Eindruck bei einer Firma hinterlässt kann das also erstmal nicht schaden.

 

 

Mein persönliches Beispiel

 

Ich studiere Übersetzung, aber spezialisiere mich auf audiovisuelle Übersetzung (Untertitel, Untertitelung für Gehörbehinderte, Voice-Over, Synchronisation usw.).

Viele würden vielleicht sagen, dass dieses Studium nicht viel Sinn macht, weil es schwierig sein wird in diesem Bereich genügend Aufträge zu finden.

 

Natürlich gibt es in diesem Bereich weniger Arbeit als für allgemeine Übersetzungen, aber genauso gibt es weniger Menschen, die in diesem Bereich qualifiziert sind und Erfahrung haben.

 

Ich weiß, dass es nicht einfach sein wird in diesem Bereich zu arbeiten, aber ich habe kein Problem anfangs verschiedene Übersetzungsprojekte zu machen, bis ich mehr Kunden für audiovisuelle Aufträge an Land gezogen habe.

 

Die Motivation dazu werde ich einzig und allein haben, weil mir dieser Fachbereich unglaublich Spaß macht & ich genau weiß wo ich hin will.

 

Es gibt immer Mittel und Wege euer Ziel zu verfolgen! Es erfordert nur etwas Motivation, Ausdauer und Geduld ;-)

 


 

Hier geht's weiter mit 3 konkreten Studiengängen mit Sprachen im Detail.
Verschaffe dir eine Idee darüber, was dich im Studium wirklich erwartet!

 


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Was denkst du über das Sprachen studieren? Was bereitet dir am meisten Kopfzerbrechen?
Schreib's mir - geteilte Sorgen sind halbe Sorgen ;-)

 

Ich freue mich auf eure hilfreichen Kommentare

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Kommentare: 2
  • #1

    Sergey (Montag, 29 August 2016 21:12)

    Verena, vielen Dank für deine Information! Die hilft mir und hilft mir mein Weg zu finden! Ich bin dir dankbar!!

  • #2

    Verena (Dienstag, 30 August 2016 17:37)

    Danke, Sergey, das freut mich echt!
    Alles Gute & positive Energie für deinen weiteren Weg.